Buchreihe, Fantasy, Rezension

Die dunklen Pfade der Magie von A.K. Larkwood

Die junge Csorwe dient dem Haus der Stille. Dort wird sie auf ihre Rolle als Opfer für den unaussprechlichen Gott vorbereitet. Als es schließlich soweit ist, nimmt sie Magier Sethennai mit sich und für Csorwe beginnt ein neues Leben. In das fügt sie sich meiner Meinung nach auch ziemlich schnell ein und wird als Sethennais Dienerin auch schnell mit Intrigen und schlimmeren konfrontiert. Das alles nimmt sie klaglos hin und erfüllt ihre Rolle als Dienerin ihres neuen Herren. Nicht nur das, sie entwickelt sich von der eher stillen und genügsamen Priesterin zu einer starken Kämpferin. Dazu aber gleich noch einmal ein paar Worte. Zunächst beginnt die Handlung für Csorwe und den Leser mit ihren neuen Aufgaben die sie als Sethennais Helferin immer wieder an ihre Grenzen bringen. Sie soll für ihn mit nach einem Artefakt suchen. Schnell wird dem Leser klar, das dafür von ihr einiges verlangt wird.
Die Charaktere:
Da komme ich aber auch gleich zu einem kleinen Punkt der mich gestört hat. Denn so schnell wie sich Csorwe von der demütigen Priesterin in die der eher blutrünstigen Kämpferin gefügt hat, war mir als Leserin ein wenig zu schnell und daher nicht so ganz nachvollziehbar. Immerhin ist sie zwar eher einsam, aber dennoch fügsam erzogen worden und plötzlich entwickelt sie sich zur begnadeten Kämpferin. Nun gut. Der nächste Kritikpunkt ist auch gleich die nächste Figur, die zwar nichts falsch gemacht hat, aber wir lernen Shutmili als Leser nicht so gut kennen, das wir den schnellen Sprung von der eher kühlen Magierin zur Person die plötzlich Gefühle für unsere Protagonistin entwickelt kennen. Das wirkte auf mich eher erzwungen. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit für die Entwicklung der Gefühle der beiden Figuren gewünscht, das ging mir zu schnell und war mir daher nicht so gut nachvollziehbar. Wie schon oben geschrieben hat mich die Entwicklung Csorwes von der stillen Dienerin zur Kämpferin ein wenig sprachlos gemacht, das ging mir zu schnell. Ohne irgendwelche Gewissenbisse oder sonstiges Zögern hat sie sich gleich in die Rolle gestürzt und ist vollkommen darin aufgegangen. Was ich noch komisch fand ist der ständige Zwiespalt den die hat, zum einen dachte ich zu Beginn das sie in Sethennai verliebt ist. Die Anzeichen schienen so und dann kam Shutmili und von da an war sie immer hin und hergerissen zwischen den Beiden. Sethennai selber wirkte auf mich so anziehend wie ein Kühlschrank. Man merkte ihm einfach an das er nur ein Ziel- das Artefakt- kennt. Der Rest ist ihm egal, das schließt auch die Menschen um ihn herum mit ein. Da tat mir Tal richtig leid, auch wenn ich mir gewünscht hätte das er endlich erhört wird. Tal wirkte auf mich wie ein einziger Zwiespalt, er wusste stets das er mehr liebt als er geliebt wird und wollte mit aller Macht das er seinen Wert beweisen kann.

Nicht falsch verstehen, ich mag Csorwe, Shutmili und Tal. Aber ich denke man kann auch mal über Dinge sprechen die einem beim Lesen gestört haben. Das heißt ja nicht das man die Geschichte schlecht findet.Im Gegenteil. Auch wenn die Idee nach der Suche eines mächtigen Artefaktes nicht neu ist, so mochte ich die Handlung an sich. Die Magie war immerhin spürbar und auch sonst fand ich die vielen Wendungen ganz gut. Auch empfand ich den Schreibstil als gut lesbar und flüssig, wobei mich anfangs die Namen echt genervt haben. Aber das ging auch schnell wieder vorbei, man gewöhnt sich wirklich an alles.

Für ein Debütroman ist das hier wirklich nicht schlecht und ich muss sagen, das mir die Geschichte um Csorwe und Co recht gut gefallen hat. Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe. Das macht nichts, denn auch im wahren Leben läuft nicht immer alles rund. Trotzdem erhoffe ich mir von einem möglichen Folgeband, das die Figuren noch ein wenig mehr Tiefe bekommen so das ich als Leser die Entscheidungen und Entwicklungen besser nachvollziehen kann. Die Handlung hat mir wirklich sehr gut gefallen und war auch spannend zu lesen, ich mochte die schönen Ortsbeschreibungen, die Kampfszenen und auch die Charaktere. Sollte es einen zweiten Band geben, werde ich ihn gerne lesen. Ich wäre interessiert daran wie es mit allen weitergeht. Lesenswert ist das Buch in jedem Fall.

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