Buchreihe, Fantasy, Heyne, Rezension

Die Legende vom Tränenvogel – der träumende Krieger ( Band 2) von Young-do Lee

“ Und deswegen, mein entzückender Enkel, den ich so liebe, dass ich ihn totprügeln könnte: …“

Was habe ich doch wieder gelacht bei diesem echt genialen Buch. Der Humor ist wirklich super und hält sich auch gut die Waage mit allem anderen. Denkt jetzt bitte nicht dass es hier nur witzig zugeht, unsere Helden erleben schon recht spannende Abenteuer. Aber schön, dass der Autor auch den Humor wieder reingebracht hat. Die Geschichte schließt sich nahezu nahtlos an Band eins, den ihr unbedingt vorher lesen solltet, an.
Kaygon, Tinahan, Bihyung und Ryun  sind ihrem Ziel den Hainsha-Tempel zu erreichen, um Ryun dort abzuliefern sehr nahe. Doch auf dem Weg dorthin haben sie es natürlich nicht ganz so einfach wie sie es gerne hätten. Nicht nur Samo, Ryuns Schwester ist ihnen auf den Fersen, und sie will ihren Bruder noch immer töten, sondern auch eine „Armee“ Duokxinis verfolgt unsere Helden. Schutz finden sie zunächst bei der Gilde der Zigurat- Zollstraße. hier treffen sie auch auf eine Bekannte Kaygons. Alleine dieser Abschnitt mit dem Zoll und den Verfolgern ist hier einfach nur klasse in Szene gesetzt. Ich musste so Schmunzeln als der Berater die Gründe nannte wieso man wieviel für die verschiedenen Rassen/Völker zu zahlen hat. Auch die Logik mit den Reisen und der Benutzung ihrer Straße ist super gelungen.

ich will hier auch gar nicht Zuviel von der Handlung spoilern, denn diese wird recht spannend als Samo unsere Gruppe erreicht, und auch wie sie reist und vor allem mit wem, ist sehr interessant zu lesen. Es gibt wirklich eine Menge an Handlung die aber auch einige Überraschungen bereithält. Gerade was auch Samo betrifft, will ich hier nicht zu weit vorgreifen. Stattdessen erzähle ich euch von den Charakteren, die mich in diesem Band wirklich fasziniert haben.

Beginnen wir heute mal mit dem Seelenwandler Gallotek. Danke seiner Fähigkeiten kann er sich der Seelen der Verstorbenen, die in ihm leben bedienen und so auch ihr Wissen zu seinem Vorteil nutzen. Das bring natürlich einiges interessantes zutage und Gallotek hat hier auch noch eine Rolle zu spielen. Kaygon kommt ein wenig aus sich heraus und erzählt in einer emotionalen Stunde von seiner Vergangenheit. Die hat mich auch echt berührt und wenn man sie kennt, weiß man wieso er so einen Hass auf die Nagas hat.
Samo war eine Überraschung, mehr kann ich nicht verraten. Aber wenn ihr das liest, wisst ihr was ich meine. Sie ist weniger kalt als man denken sollte und zeigt auch ein paar Einblicke in ihr „Seelenleben“. natürlich kommen auch die bekannten Figuren aus Band eins wieder vor zB. Karindol deren Rolle auch noch interessant wird. Ich muss echt sagen das ich diese schrägen Wesen alle schon ab Band eins ins Herz geschlossen hab. Sie sind einfach so erfrischend anders, und mal nicht Elfen, Feen und Co. Ich finde auch das die Nagas als Rasse sehr interessant sind, dass sie einfach frischen Wind ins Genre bringen.

Der Schreibstil ist schon wie im ersten Band einfach klasse. Man fliegt nur so durch die Seiten und kann ab und zu echt schmunzeln. Es ist so schön mal eine Handlung mit neuen Rassen zu lesen, die vielleicht zuerst ein wenig schräg rüberkommen, aber der Mix aus Asiatischer und westlicher Fantasy ist einfach super. Hinten im Buch gibt es noch eine Übersicht über die Rassen und Figuren sowie eine Übersicht über die wichtigsten Begriffe wie das Nirmen ( das ist eine Art Telepathie )
Ich muss ehrlich sagen das es für mich eine der besten Fantasy Buchreihen 2024 ist. Hier passt einfach alles. Man bekommt Fantasy, neue Rassen, Humor, aber auch eine interessante und spannende Handlung mit vielen Wendungen und Strängen, und es macht einfach so viel Spaß zu lesen. Ich kann dieses Buch echt jedem empfehlen der Fantasy liebt und auch mal was anderes außer Elfen und Co lesen will.

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