Fantasy, Heyne, Rezension

Sturmklänge von Brandon Sanderson

Und wieder ein „Neuer“ Sanderson. Für mich war er das allerdings, denn ich hatte vor dieser wunderschönen Neuauflage den Roman auch noch nicht gelesen. Und wie immer wurde ich auch dieses mal nicht enttäuscht. Mister Sanderson trägt seinen Titel als Meisterhafter Fantasyautor auch nicht zu Unrecht. Hier wird man beim Lesen schnell von der realen, in die fiktive Welt gezogen. Hier folgen wir Prinzession Siri die im Gegensatz zu ihrer Schwester ganz das Gegenteil ist. Während man ihre Schwester darauf vorbereitet hat in Hallandren zu Leben und dem Gottkönig als Ehefrau zu dienen, ist Siri ohne größere Verpflichtungen durch die Länder gestreift. Nun muss sie das alles aufgeben und sich einem komplett neuen Leben stellen. Und das hat es wirklich in sich.

Alleine die Welt an sich ist schon so phantastisch das man sie förmlich vor sich sieht, in Siris Heimat gibt es nur wenige Farben, in Hallandren dafür umso mehr. Aber alleine das ist es noch lange nicht, denn die Menschen haben alle einen angeborenen Hauch, der ihnen praktisch Magie zugänglich macht. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Je nachdem wieviel man davon mit sich trägt, und das dieser Hauch den Menschen auch weggenommen werden kann ist noch einmal eine Sache für sich. Und ich persönlich muss schon sagen, das ich diese Idee vollkommen faszinierend fand. Auch was Menschen mit weniger bzw viel mehr Hauch bewirken können hat mir sehr gut gefallen.

Und das es in einer schönen Welt voller Farben auch richtig hässlich sein kann, das es Intrigen, Verrat und Mord gieben kann, das wissen wir Sanderson Leser schon lange. Und auch das finde ich super in die Handlung eingepasst. Und auch das ist es was mich immer wieder packt, man liest mit , fiebert mit und wird oft wieder der Hauptcharakter auf die falsche Fährte geführt. Und als Leser fühlt man ziemlich schnell mit den Figuren mit. Das liegt zum einen an der tollen Ausarbeitung der Charaktere und auch an dem leicht leserlichen und flüssigen Schreibstil des Autors. Er kann mit Wörtern Welten zaubern und uns die Figuren nahebringen wie nur wenige andere.
Und die Charaktere sind auch hier wieder das sogenannte Herzstück. Gleich zu Anfang lernen wir Siri und ihre Schwester Vivenna kennen. Siri die ihr Leben genießt weil sie als jüngste Prinzessin kaum größere Verpflichtungen hat, und Vivenna die gehorsam und treu ihre Pflichten schultert. Die beiden Frauen unterscheiden sich schon sehr, aber man gewinnt beide lieb. Siri weil sie lernt Verantowrtung zu übernehmen und daran auch wächst, und Vivenna die sich um andere sorgt und ganz anders ist als man es denkt. Das gemischt mit der spannenden Handlung ist ein echter Lesegenuß.
Wie ich schon erwähnt habe, ein Lesegenuß. Und vorallem, wer Fantasy sucht bekommt sie hier auch. Es gibt Magie, und wirklich liebenswerte Figuren die durch eine Handlung führen die spannend ist und einige Wendungen bereithält. Das hier wieder ein Meister der Fantasy am Werk war merkt man schon recht schnell, es ist einfach toll wie Herr Sanderson den Leser in seine Welten entführt und man beim Lesen das Buch nicht mehr aus den Händen legen will. Für Fantasyfans ist dieses Buch eine wahre Freude.

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