Buchreihe, Kiwi, Kriminalroman, Rezension

Mrs Potts‘ Mordclub und der tote Nachbar ( Band 1) – von Robert Thorogood

Marlow ist ein wunderschönes und vorallem ruhiges Örtchen. Bis das unfassbare passiert. Der Nachbar der betagten Judith Potts wird ermordert als sie gerade im Flus schwimmt. Natürlich bekommt die rüstige alte Dame das mit und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf und ich muss schon sagen, das ich dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Es ging einfach gar nicht anders. Schon zu beginn lernen wir Leser die siebenundsiebzig jährige Dame kennen und in meinem Fall auch lieben. Sie ist sehr exentrisch, leicht verpeilt aber mit dem Herz am richtigen Fleck. Sie erinnerte mich die ganze Zeit immer an Mrs Marple und in genau die Richtung fühlt man sich auch die ganze Zeit beim Lesen erinnert.
Nachdem ihr Nachbar also auf tragische Weise aus dem Leben geschieden ist und Judith das Gefühl hat, das die Polizie ihre Arbeit nicht gründlich genug gemacht hat, denn es heisst es wäre Selbstmord, macht sich die alte Dame auf den Weg und findet tatsächlich noch mehr heraus. Dabei kreuzen sich ihre Wege zunächst mit dem von Pfarrersfrau Becks, und dann mit dem von Suzie, die Hundeausführerin. Unterschiedlicher könnten die drei Frauen nun wirklich nicht sein aber alle drei profitieren von der aufkeimenden Freundschaft und blühen zu meiner Freude regelrecht auf. So wird aus der eher unterwürfigen Becks immer mehr eine selbstbewusste Frau die ihren eigenen Wert erkennt, auch Suzie spürt das mehr in ihr steckt und sie nimmt ebenfalls eine große Hürde. Und ganz nebenbei bringt der Mordclub die Ermittlungen die DS Tanika Malik leitet, immer weiter voran. Auch mit der Polizistin besteht immer mehr eine Art Freundschaftsverhältnis, das beiden Seiten hilft.
Damit wären wir auch schon bei den Charakteren. Wie liebenswürdig die drei Damen sind kann man sicher schon aus meinen Zeilen herauslesen, ich bin schwer begeistert von dem Trio und würde auch in Zukunft gerne mehr von ihnen lesen. Aber auch Judith alleine ist schon ein Schätzchen. Wenn man bedenkt wie alt die Frau ist und was sie noch alles auf sich nimmt, wie sie lebt, denkt und ihre Sachen meistert..einfach klasse.
Zum Schreibstil des Autors kann ich nur sagen, super schön zu lesen. Man kann sich alles gut vorstellen und der Geschichte gut beim Lesen folgen.
Ich bin ja eigentlich mehr die Fantasybuchleserin, aber hier musste ich einfach eine Ausnahme machen. Das Cover, die Inhaltsbeschreibung, all das haben mich sowas von neugierig gemacht und ich wurde keine einzige Sekunde enttäuscht. Ich kenne Mrs Marple von meiner Mutter her und hier hatte ich das Gefühl, das Mrs Potts eine kleine Verwandte von ihr sein könnte. Sie ist ihr in einigen Dingen sehr ähnlich aber dann doch wieder so das sie etwas eigenes hat. Und alleine den Charme den die ungewöhnliche Protagonistin versprüht, haben auch die andern beiden Frauen die mit von der Partie sind. Also ich kann nur sagen das ich noch nie soviel Spaß bei einem Krimi hatte wie hier. Es war einfach klasse zu lesen und dazu auch spannend. Vor mit eine klare Leseempfehlung wenn ihr mal was besonderes lesen wollt.

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