Fantasy, Heyne, Rezension

Die Schattensammlerin – Dichter und Dämonen von T.S. Orgel


Millicent Wohl, kurz Milli genannt arbeitet 1830 in einem Museum. Allerdings scheint ihr Vorgesetzter ihre Qualifikation nicht sehr zu schätzen, denn er schickt sie zum Schaumwein holen in den Keller des Museum, den sogenannte „Leichenkeller“. Natürlich kommt Milli der Aufforderung nach, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und sie wird Zeugin eines Raubes. Mutig nimmt sie zunächst die Verfolgung auf, steht aber schon bald ziellos in einer Gasse. Den Täter kann sie nicht mehr finden und die anschließende Befragung durch die Polizei stellt sich auch nicht gerade als befriedigend heraus. Eher im Gegenteil fällt der Verdacht schon fast auf Milli selber. Doch zum Glück trifft sie bei einem weiteren Ausflug in die vermeintliche Gasse Abaris und dieser macht sie schließlich mit keinem geringeren als Dichterfürst Goethe bekannt.

Und was soll ich sagen? Ich hab mich köstlich amüsiert, denn Herr Goethe kommt ein wenig als verschrobener von einer Schreibblockade gezeichneter Poet daher und wirkte trotzdem gleich sehr sympathisch auf mich. Ebenso wie Milli die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Aber auch Abaris  konnte mich mit seiner charmanten Art gleich für sich gewinnen. Doch hier sind es nicht nur die liebevoll gestalteten Charaktere die mich das Buch im Schnelldurchgang durchlesen ließen, es lag auch an der spannenden Handlung. Den das gestohlene Exponat war der Schädel einer anderen bekannten Persönlichkeit. Und als unser Team auf eben diesen stößt, bemerken sie sehr schnell das da einiges zwielichtiges im Gange ist.

Hier fand ich die Beschreibungen des Schädels schon wirklich klasse, auch die einzelnen Szenen die mit ihm zu tun haben, verliehen dem Buch eine gewisse Art von Magie. Das die Handlung spannend ist, habe ich ja schon erzählt, auch das die Charaktere dem Buch etwas ganz besonderes verleihen. Es ist den Autoren auch gelungen mit einfachen Worten eine wirklich tolle Atmosphäre zu schaffen und dem „alten Goethe“ im wahrsten Sinne des Wortes neues Leben einzuhauchen. Ebenso kam auch der Humor immer wieder durch und lies mich oft schmunzeln.
Die Idee ist wirklich genial, Goethe auftreten zu lassen hat dem Buch einen richtigen tollen Schub verliehen. Ich mochte das Buch gar nicht aus den Händen legen. Hier hat einfach alles super zusammengepasst. Millie, Abaris und Goethe sind ein richtig tolles Team gewesen und ich mochte die kleine Witzeleien die zwischen den dreien so abliefen. Auch die Charaktere an sich fand ich persönlich sehr lebendig und liebenswert. Zur Handlung wiederhole ich mich- sie ist spannend. Das Buchende macht Hoffnung auf einen weiteren Teil dieses tollen Buches und ich hoffe das dieser dann auch bald erscheint.

 

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