Buchreihe, Fantasy, Lieblingsbuch 22, Rezension, TOR

Das Reich der Vampire: A Tale of Blood and Darkness (Band 1) von Jay Kristoff

Oh mein Gott, was für ein BUCH!!! Ich nehme es gleich vorweg. ICH LIEBE ES. Wieso erfahrt ihr gleich.

Kurz zum Inhalt. Vor 27 Jahren ging die Sonne über Elidaen unter und schuf damit beste Voraussetzungen für die Vampire die seitdem die Menschen immer mehr zurückdrängen. Nur noch wenige Bastionen der Menschen halten stand und wehren sich gegen die Gefahr. Und der junge Gabriel de León, macht sich auf nach San Michon um seinen Platz bei den Silberwächtern einzunehmen. Einem Order der sich dem Kampf gegen die Vampire verschrieben hat. Noch ahnt niemand das er zur größten Legende des Ordens werden wird.

Und was hier schon Recht gut klingt wird noch viel besser, denn die Geschichte erinnert in ihrer Erzählweise sehr an Interview mit einem Vampir. Und so sehen wir Leser auch Gabriel als Gefangenen eines sehr hübschen und kultivierten Vampirs, der nicht mehr als Gabriels Lebensgeschichte verlangt. Und diese soll Gabriel möglichst detailliert und schonungslos berichten. Und Gabriel, der keine andere Wahl hat, kommt dieser Aufforderung nach.

Und schon tauchen wir zusammen mit Gabriel ein in eine düstere Welt voller Vampire die so grausam sind wie man sie noch aus den Anne Rice Büchern kennt. Sie sind verschlagen, wunderschön aber ebenso skrupellos und tödlich. Und mittendrin erleben wir Gabriels gesamte Lebensgeschichte, und die hat es wirklich in sich. Wer vielleicht aufgrund der Inhaltsangabe denkt das man Gabriel mit offenen Armen aufgenommen hat, der irrt sich gewaltig. Vielmehr musste er schon seit seiner Kindheit kämpfen, und das kann unser Held sehr gut. Er ist hart im Nehmen, mutig, loyal und gibt nicht auf. Und das obwohl er einige schlimme Schicksalsschläge verkraften muss. Zu sehr gehe ich da nun aber nicht ins Detail. Ihr wisst ja das selberlesen einfach mehr Spaß macht.

An zahlreichen Actionszenen, Humor, schrecklichen Vorkommnissen, die auch recht blutig sind und einer nicht immer vorhersehbaren Handlung mangelt es in dem Buch jedenfalls nicht.  Aber auch die sehr bildhaften Beschreibungen der Orte und Figuren bringen noch richtig Tiefe ins Buch. So hatte ich beim Lesen nach den ersten ca 145 Seiten das Gefühl schon mehrere Bänder aus einer Buchreihe gelesen zu haben. Diese dichte schaffen wirklich nur sehr wenige Autoren und ich empfand es beim Lesen als sehr angenehm. Auch wenn man bei diesem 1024 Seiten starken Wälzer vielleicht denkt das es hier einige Längen gibt, also ich habe keine gefunden. Im Gegenteil. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Der Autor versteht es nämlich ausgezeichnet den Leser an die Seiten zu fesseln, zu verwirren und zu überraschen. Aufgelockert wird alles immer wieder einmal mit den kleinen Gesprächsszenen zwischen Gabriel und seinem Vampir-Interviewer, bei dem man auch ein wenig über den Vampir erfährt. Da hätte ich mir persönlich sogar ein wenig mehr davon gewünscht, denn ich wurde durch auch auf diesen Charakter neugierig.
Für sehr zartbesaitete Menschen könnte der sehr rüde und vulgäre Ausdruck des einen oder anderen Charakters vielleicht ein wenig zu viel sein, mich störte es nicht. Denn es passt einfach zu dieser rauen Zeit und charakterisiert auch die ein oder andere Figur. Bzw. zeigt das nicht alles immer nur schwarz und weiß ist, sondern es auch Grautöne gibt.
Ich liebe dieses Buch und ich kann mich nur wiederholen. Es ist einfach ein Hammerbuch. Für Anne Rice Leser, die keine weichgespülten Vampire a la Twilight bevorzugen sind diese hier ein echter Lesevergnügen. Die Vampire in diesem Buch sind böse, übermenschlich stark und kaum zu besiegen. Dazu kommen Charaktere die einfach super in die Geschichte passen und einen immer wieder überraschen. Und überraschen konnte mich der Autor auch mit einem besonderen Charakter. Es gibt eine Menge Action, viele Wendungen, Humor, Spannung und eine klasse erzählte Handlung die mich teilweise auch von der Atmosphäre an den „the Witcher“ erinnert hat. Denn die Welt ist wirklich sehr düster und das gibt allem noch mal einen ganz Besonderen Kick. Also ich für meinen Teil bin schwer von dem Buch begeistert und ja. Es ist mein JAHRESHIGHLIGHT 22. Das zu toppen dürfte sehr schwer werden.

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