Buchreihe, Coppenrath, Rezension

Dark Blue Rising von Teri Terry

Immer wieder zieht Tabby mit ihrer Mutter Caty um. Sie bleiben nie lange genug damit sie Kontakte knüpfen kann oder gar Freunde finden. Trotzdem scheint Tabby glücklich zu sein, bis sich nach einem folgenschweren Unfall ihr leben komplett ändert. Nichts ist mehr so wie sie es kannte und all das an das sie geglaubt hat, scheint eine Lüge gewesen zu sein. Sie erfährt davon das sie die vor dreizehn Jahren entführte Tochter Holly von Alistair und Simone sein soll und auch sonst ändert sich von da an alles für Tabby. Einzig ihre tiefe Verbindung zum Meer ist alles was ihr noch zu bleiben scheint.

Und bevor man sich versieht ist man als Leser mit Tabby bei ihrer neuen und reichen Familie und sitzt mit seinen Gefühlen praktisch „zwischen den Stühlen“ denn alles woran Tabby geglaubt hatte scheint eine große Lüge gewesen zu sein. Und nicht nur Tabby hat im weiteren Buchverlauf viele Fragen, sondern auch ich als Leserin. Was hat es mit diesem Kreis auf sich? War Cate am Ende doch nicht so unschuldig? Tat man ihr Unrecht? Das sind nur ein paar wenige Fragen die aber in diesem Band noch nicht geklärt wurden. Stattdessen darf man aber beim Lesen mitraten und eigene Theorien aufstellen. Meist entpuppen sich Personen dann auch als ganz anders als man dachte. Das fand ich persönlich schon sehr interessant. Auch die ganze Thematik um dem Klimawandel herum fand ich persönlich toll, aber irgendwie ein wenig zu kurz. Den Hauptteil bildete in diesem Band erst einmal die Einführung von Tabby die mir zwar sympathisch war, mit der ich aber nie wirklich warm geworden bin. Ich weis nicht einmal wieso, denn ich mag sie, aber das ist alles etwas an der Oberfläche geblieben.

An ihrer Verbindung zum Meer liegt es nicht, die gefiel mir. Aber auch hier war es teilweise schon ein wenig zuviel des Guten. Man wurde immer mal mit der Nase darauf gestoßen das sie das Meer liebt, das habe ich beim Lesen aber bereits in den ersten Seiten kapiert. Deshalb gab es da auch einige Stellen die mir persönlich ein wenig langatmig erschienen. Und allgemein war das gesamte Buch noch ein wenig auf Sparrflamme. Die Action und Spannung keimte mittendrin zwar ab und zu mal auf, aber es blieb eher ein kleines Flämmchen als ein Feuer und konnte mich nicht wirklich mitreissen. Dafür waren die zahlreichen versteckten Hinweise interessant zu lesen.  Gegen Buchende gab es dann aber auch noch mal ein klein wenig Spannung.

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich habe das Buch schon genossen weil ich die Handlung und die Thematik interessant finde, nur war es für mich allgemein ein eher ruhiges Buch das meiner Meinung nach einiges an Spannung verschenkt hat. Wenn ich als Beispiel die Szene im Keller nenne werden Leser wissen was ich meine. Da hätte man viel mehr rausholen können. So bin ich als Leserin ein wenig enttäusch gewesen als da nichts weiter geschehen ist. Dennoch machte es mir der lockere Schreibstil und die kurzen Kapitel echt leicht, das Buch schnell durchzulesen. Auch fand ich die vielen Wendungen geschickt eingebaut.
Und ja, das Buch hat mir schon Spaß gemacht zu lesen auch wenn ich mir an einigen Stellen etwas „mehr“ gewünscht hätte. Spannung zum Beispiel. Aber auch mehr im Bezug zum Klima und Co. Da wurde noch sehr gesparrt. Zwar gab es mittendrin mal was das für Aufregung sorgte, aber sonst war es eher noch ruhig. Ich denke mal das wir im zweiten Teil dann all das erhalten werden. Ein wenig unbefriedigt vom Ende bin ich jetzt natürlich schon, weil es noch soviele offene Fragen gibt und es auf mich den Eindruck macht, das auch noch keine meiner Fragen geklärt wurde. Noch hängt alles in der Schwebe und nun heisst es warten. Ich freue mich trotz meiner Kritik auf den nächsten Teil, denn ich erhoffe mir einfach das es dann mehr Spannung gibt und das Tabby auch aktiver wird.

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