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Wächter der Drachen (Die Regenwildnis-Chroniken, Band 1) von Robin Hoob

Vorneweg. Die Regenwildnis-Chroniken sind zeitlich in etwa zwischen der zweiten und dritten Weitseher Chronik angesiedelt und nehmen dadurch öfter mal Bezug darauf. Weswegen man die Reihen im besten Fall schon vorher gelesen haben sollte.
Um was geht es in diesem Buch? Vorallem um die stolzen Dachen um Tintaglia, die mit ihren Drachen einen Packt mit den Menschen geschlossen hatte. Die Menschen helfen und versogen die Drachenbrut während die Drachen Bingstadt beschützten. Nun aber passiert etwas mit dem niemand gerechnet hat. Die Drachen die schlüpfen sind zum Teil verkrüppelt und kaum selber lebensfähig. Das bedeutet für die Menschen zwei Dinge: sie leben fortan in der Gefahr Drachenfutter zu werden und auch das sie bald selbst keine Nahrung mehr haben, da die Drachen viel verschlingen. Schnell ist man sich einig- die Drachen müssen weg und da diese ohnehin auf der Suche nach Kelsingra sind. Helfen die Menschen ihnen diese Reise zu bestreiten, allerdings nicht ganz uneigennützig.

Zu Buchbeginn lernen wir die Drachen kennen, allen vorran Tintaglia und einer Drachin, mit der es das Schicksal nicht so gut gemeint hat: Sintara. Diese ist jedoch mit einem eisernen Wilen gesegnet und möchte trotz aller Umstände die neue Drachenkönigin werden. Was ich hier schön fand ist wie geschickt die Autorin den einzelnen Drachen eine Persönlichkeit verliehen hat. So schlägt man sich beim Lesen schnell auf die eine oder andere Seite der Drachen und stellt fest, das sie uns gar nicht so unähnlich sind. Auch bei ihnen gibt es untschiedliche Charaktere die für Reibungen und Spannungen im sogenannten Kneul sorgen.

Noch interessanter fand ich persönlich aber Thymara, die mit Klauen an den Händen geboren ist und von ihrer Mutter nur geduldet aber nicht geliebt wird. Dabei sorg Thymara zusammen mit ihrem Vater dafür, das die kleine Familie das nötigste zum Leben hat. Aber ihre Andersartigkeit ist ihrer Mutter immer wieder ein Dorn im Auge und ich hab mir beim Lesen die ganze Zeit gewünscht, das ihre Mutter erkennt was für ein wunderbares Mädchen ihre Tochter doch ist. Trotz dessen ist Thymara ein liebenswerter und starker Charakter. Sie ist mutig, hilfsbereit und stellt sich Herausforderungen. Als sie eine Aufgabe angeboten bekommt die sie das Leben kosten kann, greift sie zu.
Ebenso fand ich Alice sehr interessant. sie ist mit ihren einundzwanzig noch immer unverheiratet weil sie nicht übermäßig schön ist und noch dazu als verschroben gilt, da sie es liebt alles Wissen wüber Drachen zusammenzusammeln. Als sie eine Scheinehe mit dem attraktiven Hest eingeht, scheinen sich all ihre Wünsche zu erfüllen. Denn so hat sie die Möglichkeit an seltene und teuere Rollen zukommen und auch an einer Expedition zu den Drachen teilzunehmen. Dafür nimmt sie alles in Kauf, ordnet sich unter und hält mutig an ihren Träumen fest. Zunächst ist Alice eher scheu und etwas zurückhaltend, doch auf ihrer Reise blüh sie regelrecht auf.
Hest ist das Paradabeispiel des reichen Schnösels der sich nimmt was er glaubt verdient zu haben und wenn es nicht mit Charame geht, dann kauft er es. Er ist nicht so grausam wie es zunächst scheint, aber auch nicht unbedingt ein Herzchen. Trotzdem bin ich neugierig wie er sich in den nächsten Bänden entwickeln wird. Ich denke er hat einen Denkzettel verdient und möglicherweise bekommt er diesen genau von Sedric, den er bis dahin als Sekretär eingestellt hat und ihn schikaniert.
Sedric ist zu beginn auch eher charmant, nett und höflich. Er hat aber auch eine andere Seite die sich immer mehr zeigt. Dabei ist diese nicht böse, sondern meiner Meinung nach eine Folge daraus wie Hest ihn behandelt. Nun will Sedric zeigen das noch mehr in ihm steckt und dazu geht er auch Risiken ein.

Man kann es schon anhand der Charaktere sehen, das es in dieser Erzählung genug Stoff für Komplikationen und spannenden Geschehnissen gibt. So möchten die Drachen zum Beispiel unbedingt nach Kelsingra um nicht länger von den Menschen abhängig zu sein, die Menschen wiederrum wollen die Schätze plündern die sie dort vermuten und sie haben erkannt das Drachen nicht nur lebend viel Geld bringen können. Dazu ist Alice dabei sich von Hest abzunabeln, Sedric ebenfalls und Thymara sucht auch ihr Glück. Und das alles in einem tollen Setting das zwischen den Menschlichen Siedlungen und dem aufenthalt der Drachen hin und her switcht. Dazu kommt noch der leicht leserliche und sehr bildhafte Schreibstil von Frau Hobb, die das Ganze für mich persönlich echt klasse abrunden.
Ich liebe Robbin Hoobs Bücher einfach. Immer bekommt man tolle Figuren die man ins Herz schliessen kann, die nicht immer so typisch sind wie man möchte. Oft haben sie Eigenheiten oder Mäkel was sie nur noch menschlicher wirken lässt. Dazu die interessante Handlung die neugierig auf mehr macht. Wie wird es mit den Drachen weitergehen? Werden sie geopfert? Verzehren gar sie die Menschen die ihnen eigentlich dienen sollten? Wie wird es alice und Thymara ergehen? Das und noch viele andere Fragen nehme ich als Leserin mit und warte gespannt auf den nächsten Teil. Liest auch du gerne Fantasyromane, wirf doch mal einen Blick in die Reihe.Es lohnt sich.

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