Buchreihe, Rezension, Thriller

Fuchsmädchen ( Die Berling und Pedersen Reihe, Band 1) von Maria Grund

Zuerst zum Cover: es gefällt mir wirklich gut wie geschickt der Fuchs in die Landschaft eingebaut wurde, dazu dieser Wald und die angedeutete Kälte, das alles passt super zum Inhalt des Buches.

Und in dem geht es gleich richtig los. Kaum ist Eir Pedersen auf der Insel angekommen wird sie zusammen mit Sanna Berling, ihrer neuen Kollegin zu einem Mordfall gerufen. Ein junges Mädchen wird tot im Kalksteinbruch gefunden und zunächst scheint der Fall klar zu sein, wäre da nicht ein Detail das die beiden unterschiedlichen Frauen dazu bringt, die Ermittlung nicht so schnell abzuschliessen wie es ihr Vorgesetzter gerne hätte. Denn beim Tatort wird eine Fuchsmaske gefunden und diese führt die Ermittlerinen schliesslich bei einem folgenden Mord auf eine wichtige Spur. Schnell wird klar, das der vermeindliche Selbstmord des Mädchens damit zusammenhängt.

Und was sich hier schon sehr spannend liest, ist es auch. Das liegt für mich nicht nur an dem Fall an sich bei dem nicht immer gleich klar ist in welche Richtung es gehen wird. Mann darf also schön beim Lesen mitraten und in meinem Fall war ich einige Zeit auf der komplett falschen Spur. Aber auch die unterschiedlichen Frauen machen die Geschichte sehr interessant. Beide scheinen nicht unbedingt die typischen Polizistinen zu sein, Eir zum Beispiel ist am Buchbeginn in eine Szene verwickelt die mich echt verwundert hat. Und Sanna hat ein paar Dämonen aus ihrer Vergangenheit noch nicht bewältigt. Das spiegelt sich nicht nur in ihrem Wohnort wieder. Trotzdem sind beide Frauen jede für sich genommen tolle Ermittlerinen, sie geben nicht auf, sind hartnäckig und denken auch mal um die Ecke. Da verzeiht man ihnen gerne so manche Schwäche, die sie menschlicher wirken lässt.

Auch der Rest der Handlung war für mich ein echter lesegenuß. Mit wenigen Worten beschreibt die Autorin die Landschaft und lässt den Leser eng an allem teilhaben. Das der Fall der beiden kein leichter ist, macht es umso spannender da man kaum vorhersehen kann was als nächstes passiert oder wer wirklich der Täter ist. Es werden viele falsche Fährten gelegt, Personen in den Vordergrund gerückt die wirklich ein Motiv hätten und immer wenn man denkt, man kennt den Täter, wird man eines Besseren belehrt. Ich muss wirklch sagen, das ich sowas echt liebe. So müssen Thriller sein. Und wenn dann noch, wie in diesem Fall eine Begründung für die Tiermasken hinzukommt, stellen sich einem beim Lesen die Nackenhaare auf.
Dieser Thriller wird mir sicher noch länger im Gedächtnis bleiben. Er war mega spannend und ich fand die beiden ungewöhnlichen Kommisarinnen echt klasse. Dazu fand ich die Idee mit den Masken schon gruselig. Und auch die Tatsache das man nie wusste wer denn eigentlich der Täter ist. Man konnte bis zum Schluss miträtseln und wurde in meinem Fall auch sehr mit der Auflösung überrascht. Ich für meinen Teil bin ehrlich begeistert und hoffe auch noch mehr Fälle des Duos. Für Thillerfans ist das Buch echt ein Lesespaß.

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