
Eigentlich dachte ich, ich würde hier einen Krimi lesen. Ein toter König, sechs Verdächtige und jeder von ihnen hätte einen Grund gehabt, ihn zu töten. Doch I Killed the King war am Ende so viel mehr als das.
Besonders interessant fand ich die Ausgangslage. Jeder der sechs Verdächtigen hat ein Motiv, aber auch einen Grund, alles zu verschweigen. Damit sitzen sie alle im selben Boot, denn keiner von ihnen kann es sich erlauben, nicht zu schweigen.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, gerade weil sie so unterschiedlich sind und jeder eine eigene, interessante Persönlichkeit mitbringt. Besonders mochte ich Kellam und Oak, aber auch Ellion und Vesryn. Die Entwicklung von Kellam hat mir dabei besonders gut gefallen. Und dass Oak und Kellam ein Paar wurden, war für mich tatsächlich eines der schönsten Dinge an der Geschichte.
Das Buch war spannend, unterhaltsam und ließ sich gut lesen. Gleichzeitig war es stellenweise auch etwas verwirrend. Ich wurde immer wieder in neue Handlungen und Wendungen gezogen, sodass die Geschichte längst nicht nur bei der Frage blieb, wer den König getötet hat. Tatsächlich müsste ich das Buch wohl noch einmal lesen, denn wer nun genau der Mörder war, habe ich am Ende nicht einmal richtig gecheckt.
Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten. Vor allem die unterschiedlichen Charaktere, Kellams Entwicklung und die Beziehung zwischen ihm und Oak sind mir positiv im Gedächtnis geblieben.
I Killed the King war für mich viel mehr als der Krimi, den ich anfangs erwartet hatte. Die sechs unterschiedlichen Charaktere, ihre Geheimnisse und die vielen Wendungen haben mich gut unterhalten, auch wenn ich stellenweise etwas den Überblick verloren habe. Besonders Kellams Entwicklung und die Beziehung zwischen ihm und Oak haben mir sehr gut gefallen. Ein spannendes und unterhaltsames Buch, das mich am Ende zwar ein wenig verwirrt zurückgelassen hat, mir aber trotzdem vier Sterne wert ist.


