Buchreihe, Jugendbuch, Lyx, Rezension

Dunbridge Academy – Whoever von Sarah Sprinz

Cleo und Alexander. Den einen Namen konnte man nie ohne den anderen nennen. Sie waren ein Paar, glücklich miteinander, und jeder dachte, dass ihre gemeinsame Zukunft bereits festgeschrieben wäre. Doch dann kam der Bruch. Hart und schmerzhaft genug, dass Alexander die Dunbridge Academy verließ und Cleo in ein tiefes emotionales Loch stürzte. Doch das Schicksal hat andere Pläne und so kehrt Alexander zurück. Für beide ist diese Situation alles andere als leicht.

Oh ja, die ersten Seiten haben mich wirklich mitgenommen. Man spürt die Trauer von Cleo, aber auch die von Alexander. Beide leiden noch immer unter der Trennung und zunächst erfahren wir nicht, was überhaupt zwischen ihnen vorgefallen ist. Das hat mich aber gar nicht gestört. Stattdessen erleben wir zuerst, wie die beiden mit Alexanders Rückkehr umgehen. Nachdem seine Schule außerhalb der Academy zu teuer geworden ist und auch der Unterhalt für sein Pferd Nox viel Geld kostet, kehrt er zurück. Besonders schön fand ich, dass ihre erste Begegnung ausgerechnet bei den Pferden stattfindet.

Auch wenn dieses Wiedersehen für beide ein Schock ist, merkt man schnell, dass noch sehr viel zwischen ihnen steht. Gleichzeitig schweben die Trennung und all die ungeklärten Fragen wie eine dunkle Wolke über ihnen. Trotzdem ist Alexander sofort für Cleo da, als es ihr schlecht geht. Und Cleo merkt schnell, wie sehr sie ihn noch immer vermisst. Seine Nähe, seine Küsse – einfach ihn.

Beim Lesen war ich stellenweise wirklich traurig, weil die Gefühle so echt und greifbar wirken. Auch die Ereignisse rund um das Fohlen haben mich sehr berührt. Ich mag es aber auch, wenn Bücher es schaffen, mich emotional so mitzunehmen, dass ich mit den Figuren mitfiebere und mitleide.

Zur eigentlichen Handlung möchte ich gar nicht allzu viel verraten, denn ich finde, diese Geschichte sollte man selbst erleben. Cleo mochte ich von Anfang an. Sie ist liebenswert, hat Ängste und starke Gefühle, gibt aber nie auf, egal wie schwer ihr das Leben gerade fällt. Alexander bildet dazu einen wunderbaren Gegenpart. Er ist aufmerksam, zuverlässig und jemand, auf den man sich verlassen kann. Die beiden haben mir als Paar unglaublich gut gefallen, auch wenn wir gemeinsam mit ihnen erst einmal durch eine Menge Kummer gehen müssen.

Was mir an der Reihe insgesamt so gut gefällt, sind die Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren. Dadurch fühlt man sich sofort wieder zuhause und findet leicht zurück in die Welt der Dunbridge Academy. Auch der Schreibstil ist angenehm, emotional und sehr schön zu lesen.

Für mich war dieser Band eine berührende Geschichte über Liebe, Verlust und zweite Chancen. Ich habe mit Cleo und Alexander gelitten, gehofft und mitgefiebert – und genau deshalb hat mich ihre Geschichte so sehr berührt.Das Ende war schlimm, ich hoffe das es hier im nächsten Band eine gute Wendung gibt.

Cleo und Alexander haben mir mehrfach das Herz gebrochen – und es am Ende wieder zusammengesetzt. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und mitgefiebert und freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Reihe.

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