
»Einst verliebte ich mich in einen Mann, der mich täuschte. Dann fand ich heraus, wer – oder was – er wirklich ist.«
Estrella ist am Boden zerstört: Sie wurde betrogen von dem Mann, an den sie ihr Herz verlor. Von der Wilden Jagd gefasst, muss sie an der Seite von ihrem Fae-Gemahl die Reise zurück zum Schleier antreten, um von dort aus mit ihm ins Reich der Fae überzutreten. Caldris ist bereit zu warten, dass seine Gefährtin sich ihm ganz hingibt. Doch läuft ihnen die Zeit davon, da er sie vor denen in Sicherheit bringen will, die Estrellas Leben wollen, um ihn zu schwächen. Und in Alfheimr wartet bereits das nächste Geheimnis, das alles auf den Kopf stellen wird, was Estrella über sich zu wissen glaubte
zur Verfügung gestelltes Exemplar

Cover: Wunderschön oder? Ich liebe diese Farbenkombinatin sehr. Auch die Schrift die sich leicht vom Cover abhebt passt sehr gut dazu.
„Ich liebe dich. In diesem Leben oder im Jenseits, mein Stern. Ich werde immer auf dich warten.“
Der erste Band der Reihe hat mich total in seinen Bann gezogen. Konnte der zweite Band das auch? Das erfahrt ihr hier.
In Band eins gefiel mir das Setting rund um Estrella, die Fae und die Wilde Jagd schon sehr gut, und ich bin froh, dass es auch in diesem Band damit weitergeht. Schon allein die mythologischen Elemente rund um Caelum als Gott des Todes und der Mix mit der nordischen Heldensaga haben mich wieder komplett in ihren Bann gezogen. Aber auch auf Estrellas Entwicklung war ich sehr gespannt.
Bei Estrella bin ich diesmal allerdings nicht mit allen Entwicklungen gleichermaßen warm geworden. Sie wirkt auf mich einerseits taff und selbstbewusst und ist eine starke Heldin, verhält sich in ihrer Beziehung zu Caelum aber nicht immer so konsequent, wie ich es mir gewünscht hätte. Zum einen tritt sie sehr selbstbewusst auf, zum anderen wirkt sie stellenweise stark von ihren Trieben geleitet. Das hat mich ehrlich gesagt ein wenig genervt. Auch Caelum war für mich stellenweise sehr triebgesteuert und hatte gefühlt nur noch das Eine im Kopf. So habe ich es zumindest beim Lesen empfunden.
Versteht mich richtig: Ich habe wirklich nichts gegen Spice. Allerdings sollte er für mich nicht als Lückenfüller eingesetzt werden. Hier hatte ich stellenweise leider das Gefühl, dass es fast nur noch darum geht. Die Balance zwischen Fantasy, Romance und Spice lag für meinen Geschmack zu stark auf dem Spice, wodurch die eigentliche Handlung für mich immer wieder in den Hintergrund geriet.
Gerade die mythologischen Elemente rund um die Wilde Jagd und Fenrir hätte ich gern stärker im Mittelpunkt gesehen. Ich hätte mir mehr spannende Fantasy, Worldbuilding und eine romantische Entwicklung gewünscht, statt dass sich die Gespräche zwischen Caelum und Estrella so häufig um körperliches Begehren drehen.
Zum Glück hat das letzte Drittel für mich noch einmal deutlich an Spannung gewonnen. Der Cliffhanger ist interessant gestaltet und hat mein Interesse an der weiteren Entwicklung der Geschichte geweckt. Auch der angenehm zu lesende Schreibstil der Autorin hat für mich seinen Anteil daran, dass mich die Geschichte zum Ende hin wieder stärker gepackt hat.
FAZIT
Trotz dieser kleinen Kritik hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Die Welt, die mythologischen Elemente und die Nebencharaktere bieten interessante Ansätze, und gerade die Fantasy rund um die Wilde Jagd hat mir Freude gemacht. Ich hätte mir lediglich eine etwas ausgewogenere Mischung aus Fantasy, Romance und Spice gewünscht. Trotzdem hatte ich meinen Spaß beim Lesen und kann es weiterempfehlen. Wer viel Spice mag, wird hier auf seine Kosten kommen 🙂
- Fated (Soul-)Mates
- Forced Proximity
- Morally Grey
- Secret Identity
- Touch Her and Die
- Enemies to Lovers
What Hunts inside the Shadows – das Herz der Fae bekommt 4 von 5 Sternen
