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Forgotten Dreams Of My Past: St. Mortimer College (Band 1)

Ich habe dich nur benutzt. Du warst eine Schachfigur in meinem Spiel. Genauso, wie ich es dir von Anfang an prophezeit habe. Ich habe dich gewarnt. Mehrmals. Aber du wolltest nicht hören. Also musst du jetzt mit den Konsequenzen leben. Willkommen in St. Mortimer. Deiner ganz persönlichen Hölle.
Isas größter Traum ist es, Literatur in St. Mortimer zu studieren. Doch das renommierte Elite-College im Osten Kanadas wird seit Generationen von der einflussreichen Wellington-Dynastie finanziert – den Menschen, die Isas Familie zerstört und ihren Vater ins Gefängnis gebracht haben. Trotz aller Warnungen bewirbt sich Isa heimlich um einen Studienplatz und wird überraschend angenommen. Was zunächst wie ein glücklicher Zufall erscheint, entwickelt sich jedoch schnell zu einem Albtraum. Denn ausgerechnet Gabriel Wellington, der undurchschaubare Erbe des Wellington-Imperiums, plant, sie zu Fall zu bringen. Er weiß von Isas heimlichen Gefühlen für ihn und ist fest entschlossen, sie eiskalt auszunutzen, um zu bekommen, was er will. Jedenfalls so lange, bis er selbst nicht mehr weiß, was das eigentlich ist

selbsterworbenes Leseexemplar

„Du willst also das ich dir gebe, was du brauchst,ja? Dann sag mir doch, kleine Nevensäge: Was brauchst du?“

Das Cover ist klasse, ein echter Hingucker. Mir gefällt die Aufmachung sehr gut. Die Farbenkombination passt perfekt in den Herbst und das Motiv macht neugierig.

Isa wollte schon immer die St. Mortimer Academy besuchen, um dort ihren Traum, Schriftstellerin zu werden, zu verfolgen. Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als einfach. Ihr Vater sitzt im Gefängnis und das Geld der Familie wurde dadurch „eingefroren“. Als sich ihr die Möglichkeit eines Stipendiums bietet, greift Isa zu und kommt ihrem Traum ein gutes Stück näher. Sie wird tatsächlich angenommen.

Doch die Sache hat einen Haken. Gabriel Wellington besucht ebenfalls die Academy und seine Familie wurde angeblich von Isas Vater betrogen. Schnell wird klar, dass es für Isa dort nicht so einfach werden wird.Ja Leute, was soll ich euch sagen? Es ist spannend.

Mir hat schon der Einstieg sehr gut gefallen. Wir lernen Isa kennen und sehen direkt, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hat. Gleichzeitig merkt man schnell, dass sie ganz und gar nicht das verzärtelte kleine Mädchen ist, das Gabriel offenbar erwartet hat. Isa lässt sich nichts gefallen, auch dann nicht, wenn Gabriel versucht, sie mit seiner kalten Art in ihre Schranken zu weisen.

Beim Lesen habe ich zwischen den beiden durchaus Schwingungen gespürt. Allerdings muss ich sagen, dass mir Gabriels Art überhaupt nicht gefallen hat. Sein Verhalten und dieses ganze Gehabe haben ihn mir sofort unsympathisch gemacht. Und ich muss ehrlich sagen, dass sich das bis zum Ende des Buches kaum geändert hat.Für mich ist Gabriel Wellington ein Arschloch. Nicht mehr und nicht weniger.

Auch wenn man im Laufe der Geschichte ein bisschen mehr über seinen Hintergrund erfährt, macht das sein Verhalten für mich nicht besser. Nichts gibt einem das Recht, einen anderen Menschen so zu behandeln. Und genau das erklärt letztendlich auch meine Wertung. Ich möchte mich darüber gar nicht groß auslassen, denn das ist schlicht mein persönliches Empfinden beim Lesen.
Nichtsdestotrotz hat mir der Rest der Geschichte wirklich gut gefallen. Ich mag Isa und vor allem, dass sie sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie hat ihren eigenen Kopf und bleibt sich selbst treu, was sie für mich zu einer sympathischen Hauptfigur macht.

Etwas schwer nachvollziehbar fand ich allerdings, wie schnell es zwischen Isa und Gabriel zum Sex kam. Da habe ich mich ehrlich gefragt, ob ich vielleicht etwas überlesen habe. Große Gefühle konnte ich zwischen den beiden zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht unbedingt entdecken. Sie kamen nach und nach ins Spiel, aber für mich hätte die Entwicklung an dieser Stelle etwas mehr gebraucht. Dafür konnte eine Nebenfigur bei mir ordentlich punkten. Lou hat sich definitiv ein Herzchen verdient. Ich mochte sie wirklich sehr. Sie ist eine liebe Freundin und Isa kann jemanden wie sie an ihrer Seite auch wirklich gebrauchen.

Fazit

Ich habe das Buch trotz meiner Probleme mit Gabriel gerne gelesen. Die Geschichte selbst fand ich spannend und Isa hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Ich hoffe allerdings, dass Gabriel sich im zweiten Teil noch deutlich weiterentwickelt.Ich weiß, dass er am Ende alles getan hat, um Isa zu schützen. Trotzdem fehlt mir bei ihm noch einiges an zwischenmenschlichem Verhalten. Für mich reicht es nicht aus, jemanden zu beschützen, wenn man ihn vorher ständig schlecht behandelt.Jetzt bin ich gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Ich möchte unbedingt erfahren, was mit Isas Papa passiert und natürlich auch, ob Isa und Gabriel am Ende tatsächlich zusammenkommen.

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Bewertung:
4 von 5 Herzchen

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